Casa Nostra Tierhilfe - Mitgliedsantrag
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Ueberraschungsbesuch

 

22. Januar 2009

Der Neid legt Hindernisse in den Weg……

Gestern morgen bekamen wir in unserer Auffangstation wieder mal einen Überraschungsbesuch. Stadtpolizei und Veterinäramt tauchten auf, um zu kontrollieren, ob bei den Deutschen auch alles regelmässig vorgeht.

Ein sogenannter italienischer nationalverbreiteter “Tierschutzverein” (ENPA) ist auf unsere Arbeit aufmerksam geworden und hat die Behörden beauftragt, die nötigen Kontrollen durchzuführen. Dokumente wurden begutachtet, Hundereviere inspiziert, Microchips abgelesen, die Papiere der Esel und Ziegen studiert,…….. und viel zu lange geredet! Und das bei Sturm und Regen!

Es war natürlich alles in Ordnung und es ist ja auch nicht das erste Mal, dass wir die Gesellschaft der kontrollierenden Behörden geniessen, aber dieser Zeitverlust!

Eigentlich hatten wir im Programm einen Tierarztbesuch mit einem abgemagerten verwundeten Winzling, den Petra am Morgen auf der Strasse gefunden hatte. Das musste verschoben werden.

ENPA ist der grösste Tierschutzverein, der in ganz Italien tätig ist und mit “ tätig” ist gemeint, dass er Strassenhunde sammelt, die er in “Tierheime” steckt und für jeden Hund 3-5 Euro täglich von den Regionen oder den Städten erhält. Dabei ist der Ausdruck “Tierheim” überschätzt, denn  dort werden die Hunde eingesperrt ohne jegliche Hoffnung jemals wieder herauszukommen. In einem Käfig werden oft bis zu 8 arme Seelen zusammengesteckt, die nie ausgeführt werden, nie gestreichelt werden, deren einziger Menschenkontakt sich auf die Fütterung beschränkt. Aber es wird für sie bezahlt!

Da machen sich die Organisatoren dieser Lager natürlich Gedanken, denn  jeder Hund, der von Casa-nostra gerettet wird, bedeutet für sie Verlust an Gewinn.

Unsere Hunde werden mit dem Besten versorgt, kastriert, geimpft, gechippt, auf Mittelmeerkrankheiten getestet, manchmal mit teuren Medikamenten behandelt oder operiert und dann ausgeflogen, nicht bevor wir die Gebühr an den italienischen Staat bezahlt haben. Wir haben von den italienischen Behörden noch nie Hilfe bekommen und man kann beruhigter Sinne sagen, dass wir regelmässig Geldverlust haben. Aber das ist für uns Tierschutz!

ENPA sollte sich ein Beispiel an uns nehmen, anstatt uns Hindernisse in den Weg zu legen, nur aus Neid!