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Strassenhunde werden gefährlich

 
 

18.03.2009 :: Strassenhunde werden gefährlich!

Hundeelend auf Sizilien!!!!!

Sicher wird auch in Deutschland in der Presse viel  über die letzten traurigen Unfälle in Sizilien berichtet. Wir leben hier vor Ort und verfolgen die Ergebnisse täglich.

Was passiert ist, wisst Ihr bestimmt schon: am Sonntag wurden zwei 10jährige Kinder, die mit ihren Fahrrädern unterwegs waren, von einem Hunderudel angegriffen. Ein Junge wurde zu tot gebissen und der andere kam mit vielen Wunden davon, weil ein Mann, der zufällig die Schreie hörte, dazu kam und dem Kind half. Auch er wurde verletzt.

Später wurde eine ältere Frau angegriffen, die sich in ihr Haus retten konnte.

Am Dienstag morgen wurde eine deutsche Touristin, die am Strand spazieren ging, ganz schlimm hergerichtet. Sie wurde nicht getötet, weil der Bürgermeister, die NAS und NOE der Carabinieri im gleichen Gebiet auf der Suche nach diesen 15 Hunden waren.

Diese 15 sind aus einem alten ruinenhaften Haus entschwunden, wo im Ganzen 50 Hunde hausen. Diese sind einem alten Männchen vom Gericht anvertraut worden. Dieser Alte ernährte die Hunde mit rohen Fleischresten, die er von dem Schlachthof erhielt.  Die Ruine ist mit Hundeknochen und jedem erdenkbaren Dreck übersät. Er selbst schlief in einem winzigen Raum auf einem Feldbett.

Die Behörden wussten Bescheid!

Wer trägt die Schuld am Mord des Jungen?

Wie kann man einem alten mittellosen  Mann 50 Hunde anvertrauen und sich nicht vergewissern, wie er sie ernährt und pflegt?

Was können die Hunde dazu, wenn sie Hunger haben?

Die ersten sind bereits erschossen worden, aber nachdem es sogar in Italien Gesetze für Tiere gibt, ist das durch das Ministerium verboten worden. Die letzten Nachrichten berichten, dass die Hunde eingefangen und in Tierheime gesteckt werden sollen.

Und dann? Wieder mehr Elend in Lagern. Im Süden Italiens werden nämlich die Hunde, die mal in Tierheimen sind, nie mehr herausgegeben.

Und jetzt tritt bei der Bevölkerung Panik ein, wenn ein paar Strassenhunde gesichtet werden.

Deshalb versuchen wir hier vor Ort, so viele wie möglich vor diesem Ende zu retten. Es sind ganz wenige, die wirklich gefährlich reagieren. Die meisten sind ängstlich und scheu und wenn sie mal richtig gefressen haben und Liebe kennengelernt haben, entwickeln sie sich als dankbare, treue, verschmuste Gefährten.

Was können wir tun?

Wir versuchen so viele Strassenhunde wie möglich zu retten, indem wir sie in unserer Auffangstation aufpäppeln, medizinisch versorgen, durchimpfen und kastrieren, um dann ein schönes Zuhause für sie in Deutschland zu finden.

Wir sind aber auf jede Hilfe angewiesen, denn Fakt ist: unser Verein besteht aus 23 Mitgliedern, davon ist eine Hand voll aktiv in Deutschland tätig und hier in Sizilien sind wir gerade zu dritt.

Wir brauchen Spenden, neue Mitglieder und ganz dringend Pflegeplätze in Deutschland.  Je mehr Unterstützung wir erhalten, desto  mehr  Tieren können wir helfen!

Petra Schmidt hat folgenden Protestbrief an die verschiedenen Behörden gesendet.

 Wir tun was in unseren Möglichkeiten steht. Bitte helft uns dabei!

HUNDEELEND AUF SIZILIEN!!!!!!

PRÄFEKTUR  CATANIA – STAATSANWALTSCHAFT– ZEITUNG LA SICILIA –– STRISCIA LA NOTIZIA -  U. S. L. CATANIA  – COMUNE BIANCAVILLA – CARABINIERI BIANCAVILLA  

GUTEN MORGEN, AUFGEWACHT?

Ja, jetzt ist es passiert, was nicht passieren musste, wenn die Politiker, die Behörden, etc.nicht geschlafen hätten.

Die Bevölkerung befindet sich in Lebensgefahr durch wildgewordene Bestien, die unkontrolliert,ausgehungert und blutrünstig über Ihre Kinder herfallen.

Habt ihr endlich begriffen, dass das Problem der „wilden Hunde“ nur durch eine tiefgreifende Wurzelbehandlung eurer kranken Gesellschaft in Angriff genommen werden kann.

Wann werden endlich die Tierschutzgesetze aktiv in Kraft gesetzt?

Wann finden endlich ordentliche Kontrollen in den Tierheimen duch kompetente Veterinärbeamte statt?

Wann werden die Tierheime transparent?

Indem man das Tier bis zum Rest seines Daseins hinter undurchschaubaren Mauern dahin-vegetieren lässt, ohne Perspektiven, ohne Zuwendung und ohne Hoffnung auf ein würdevolles Leben, bleibt die Situation unverändert.

Solange es sich bei einem Tier nur um  „eine Sache“ handelt, werden sich diese katastrophalen Misstände im Süden Italiens niemals ändern.

BITTE WACHWERDEN….,

Laut Statistik leben alleine auf Sizilien ca 70.000 Strassenhunde.

Schenken wir dieser Statistik Glauben, so wird das Hundeelend durch Weitervermehrung in Serie produziert.

Hier sind die Politiker und Kommunen gefragt.

Durch Kastrationsaktionen würde sich das Problem von selbst lösen.

Noch mehr Tierheime auf Sizilien?

Das kann es nicht sein. Die Türen der Lager müssen geöffnet werden.

Es müssen so viele Hunde wie möglich durch Adoption eine Chance erhalten,

Wir als kleine Tierschutzorganisation ermöglichen einigen Strassenhunden durch

eine vernünftige Vermittlung ein vernünftiges Dasein.

Unsere Tierschutzarbeit beinhaltet,:

Fütterung der armen Hunde, die in den Weinbergen unterhalb des Etnas auf Privatgrundstücken eingesperrt dahinvegetieren, da sich viele der Besitzer gerade in der Winterzeit nicht um Ihre Vierbeiner kümmern. Rettung der Hunde, die einsam und verlassen angebunden an kurzen Ketten ohne Hütten, ohne alles unter Olivenbäumen leben müssen. Welpen, die in Apfelsinenkisten auf wilden Müllhalten ausgesetzt werden, und von uns noch rechtzeitig gefunden, ziehen wir mit unseren Händen gross.

Hunde die von Ihren HERREN aufgrund Krankheiten einfach ausgesetzt, und ihrem Schicksal ausgesetzt sind, behandeln wir mit der notwendigsten medizinischen Versorgung.

Letztendlich pflegen wir sie gesund. Das heisst auch Impfungen und Kastrationen.

Doch bei soviel Elend sind uns aufgrund der finanziellen Seite die Hände gebunden.

Ebenso wird es uns durch den Administrationsapparat nicht leicht gemacht.

Für Dokumente und Ausreisepapiere müssen wir auch noch zahlen, obwohl der Staat Italien viel Geld durch unsere Arbeit Spart.

Wo bleibt da das Miteinander und die Zusammenarbeit?

   

AUSGESCHLAFEN?

Um das Problem dauerhaft zu lösen, muss ein „Umdenken“ in der Gesellschaft stattfinden, denn irgendwann einmal war der Strassenhund ein kleiner Welpe, der als Spielzeug für eure Kinder angeschafft wurde!

Für die armen Sizilianischen Strassenhunde schrieb

Petra Schmidt, Biancavilla/CT