Casa Nostra Tierhilfe - Mitgliedsantrag
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Palermo

14. Januar 2014

Hier ein Brief von Alessandro (Carrelini del Mago), nach einem kurzen Besuch in Palermo und Umgebung aus Anlass der ‘Befana dei Randagi’,
Ich stimme jedem einzelnen Wort zu und danke ihm, Marco, Cristina und Roberta unendlich dafür, dass sie diese – für uns täglichen – Dramen veröffentlichen. Sie stehen uns und denen, die wir jeden Tag beschützen bei!
Wenn ihr ein wenig Zeit habt, lest es, denn es ist lohnt sich:
 
Carellini del Mago: wie weit entfernt ist die Hölle?
Ich habe darauf geantwortet: für mich, der in Treviso lebt und dort geboren ist, ungefähr eineinhalb Stunden mit dem Flugzeug.
An einem regnerischen Morgen steigst du ins Flugzeug, landest nach kurzer Zeit ….aber nicht in einem Flughafen wie üblich, sondern in einem ‘Ring’ was du im Moment aber nicht verstehst.
Du bist aus dem Regen und der Kälte gekommen und befindest dich nun am Meer, in der Sonne bei frühlingshaften Temperaturen und einem wunderbaren Licht….nein, man versteht nicht so schnell, dass man diesen Ort übel zugerichtet und wie zerschlagen wieder verlässt, wenn man, wie wir, die Tiere liebt……dass nach diesem Besuch alles anders sein wird als vorher.
Du gehst in die eine Richtung und wirst bestürmt von kleinen Welpen, die nur deshalb Glück hatten, weil sie vor einem schrecklichen Ende gerettet worden sind, die aber letztlich ohne Zukunft sind, weil es viele sind, viel zu viele, die nie ein Zuhause haben werden.
Dann änderst du deine Richtung und triffst auf die, die kein Glück hatten, die von Autos angefahren und liegengelassen wurden, wochenlang, monatelang, zwischen Leben und Tod …..ohne jemals begraben zu werden.
Du überlegst schon, wie du diesen Ort schnell wieder verlassen kannst, da stolperst du über Müllhaufen, in denen sich etwas bewegt und du denkst, komisch, das ist nicht normal, aber da suchen Hunde nach Futter! Ja, da sind Hunde….aber auch 2 kleine Kinder mit demselben Interesse.
Du beginnst, dich schneller zu bewegen zwischen den Wohnhäusern, die aussehen, wie überall auf der Welt, aber hier ist es anders, erklären sie dir, in den engen Verschlägen hinter den Häusern, da halten sie Kampfhunde. Hier hat jeder einen Hund, jederzeit bereit ihn für eine Handvoll Geld kämpfen zu lassen, einen anderen Hund zu zerfleischen oder den eigenen zerfleischen zu lassen…..oder ein Pferd für heimliche Rennen, ein einträgliches Geschäft nicht nur in Palermo.
Inzwischen bist du so benommen, dass du kaum wahrnimmst, wo du gerade entlangläufst. Sie erzählen dir, dass hier ein illegaler Schlachter ist und du aufpassen musst, wo du deine Füße hinsetzt, denn der Boden ist voll von Knochen und Reste von allen möglichen Tieren. Da hinten machen sie ihre Kampfhunde scharf, mit festgebundenen Streunern, die dabei zerfleischt werden.
Es ist Abend geworden, du hast keine Kraft mehr zu reagieren oder zu entfliehen. Die Wunden des Tages fangen an weh zu tun und während du isst, kommt dir Wut hoch, sehr viel Wut und ein enormes Gefühl von Machtlosigkeit.
Nachts zeigen sie dir Scharen von lieben schwanzwedelnden Hunden, es gibt sie überall….sie laufen immer Gefahr von den vielen rücksichtslosen Autofahrern angefahren oder überfahren zu werden….und als du ein paar von ihnen im Stroh der Krippe auf einer Piazza schlafen siehst,  da fasst du plötzlich wieder ein bißchen Mut. Dieser Anblick hätte dich noch vor wenigen Stunden mehr als verstört, nun findest du ihn weniger tragisch bis zu dem Moment, wo du dich näherst und diesen weißen Fleck wahrnimmst und dann erkennst, dass es ein etwa 5 Monate alter Welpe ist, der vergiftet worden ist…du spürst ringsherum die pure Verzweiflung, denn alle erzählen dir, dass der Kleine schon einmal gerettet worden ist, dass er der letzte eines Wurfs ist, von dem alle umgebracht worden sind und der Hund, der dir gerade die Hand leckt, das ist seine Mutter.
Es kann nicht anders sein: das hier ist die Hölle!
Aber auch an diesem furchtbaren Ort gibt es eine handvoll Leute, die kämpfen, die Widerstand leisten und ihr Leben diesem Kampf widmen, die dafür auf Hobbies und Vergnügungen verzichten, auf Freundschaften, denn sie lieben ihre Insel so sehr und sie wollen diesen Ort anders haben.
Angesichts ihrer Opfer und ihrer Kraft fühle ich mich lächerlich und unnütz und mich überfällt die Angst, dass sie es nicht schaffen werden, dass sie diesen Kampf nicht allein gewinnen können und dass sie früher oder später das Handtuch werfen werden, was für die armen Vierbeiner das absolute Ende bedeuten würde.
Ich will, ich muss ihnen helfen, wir alle müssen ihnen helfen!
Wie? – Ich weiß es nicht, ich werde darüber nachdenken, denn mit gewöhnlichen Waffen kommt man hier nicht weiter, denn das gesamte Sozialgefüge ist krank.
Wir werden uns etwas einfallen lassen, aber bis dahin müssen wir sie wissen lassen, dass wir da sind und kapiert haben, dass ihre Probleme auch unsere Probleme sind, dass ihre Strassenhunde unsere Strassenhunde sind.
 
Vor einem Monat, am Ende meiner Tour, bin ich abgeschlagen und dem Gefühl tiefster Niederlage nach Hause gekommen.
Diesmal bin ich stinksauer zurückgekommen und ich habe mir geschworen: ICH LASSE SIE NICHT ALLEIN!!
 
P.S. seit 24 Stunden fragt mich meine Frau, wie es denn war und ich antworte: später, später.
Jetzt lasse ich sie diesen Brief lesen, sie wird mich vielleicht verstehen.
 
Lettera, sfogo di Alessandro (Carrellini del Mago), dopo il breve soggiorno a Palermo e dintorni in occasione de “la befana dei randagi”. 
Condivido ogni singola parola. Non finiremo mai di ringraziare lui, Marco e Cristina, Roberta, per aver condiviso assieme a noi parte dei nostri drammi giornalieri e continui. Sono vicini a noi e a chi tentiamo di difendere ogni giorno.
Se avete cinque minuti…leggete , ne vale la pena.

Carrellini del Mago
Quanto distante è l’Inferno??
Sono riuscito a rispondere a questa domanda:
per uno come me, che è nato e abita a Treviso, circa un’ora e mezza d’aereo!!
Una mattina di pioggia prendi un aereo, decolli e, dopo questo brevissimo tempo, atterri…. ma non in un aeroporto come immaginavi, no, quel veicolo ti ha scaricato in un “ring” ma, sul momento, non lo capisci.
Sei partito col freddo, con la pioggia e la nebbia e sei arrivato in un posto che ha il mare, il sole, una temperatura primaverile e una luce magnifica…. no, non puoi capire subito che quello si trasformerà, per te che adori gli animali, in un “ring” e che ne uscirai pestato e malconcio, che la tua partita è già persa e che quel posto ti cambierà dentro per sempre.
Cominci a muoverti in una direzione e vieni investito dai cuccioli “fortunati” solo perché salvati da una fine orrenda, ma senza un futuro perché sono tanti, troppi e, forse, non avranno mai una casa! E allora, dopo un po’, cambi direzione e ti imbatti in quelli sfortunati, schiacciati dalle auto e lasciati li per settimane, mesi senza nemmeno il diritto ad una “buca”o nelle cassette piene delle loro ossa perché i loro pianti da neonato non erano così forti da essere sentiti o in quel posto, a nessun orecchio interessava sentire.
Stai già pensando a come uscire da quel posto… quando inciampi nei cumuli di immondizia e, siccome sei molto vicino, ti accorgi che li, tra i rifiuti qualcosa si muove e pensi: “non è normale ma sono cani che cercano del cibo”. In effetti sono cani….. ma anche 2 piccoli bimbi, con lo stesso scopo!
Cominci a correre veloce tra i condomini che sembrano uguali a tutti gli altri nel modo ma ti spiegano che li no, non è così, che quelle baracche fitte fitte dietro ad ognuno di loro, ospitano i cani da combattimento!! Che qui ognuno ha un cane pronto a sbranare o ad essere sbranato per una manciata di soldi oppure un cavallo da far correre clandestinamente, e ti spiegano pure che non stai correndo per scappare, ma perché, quei bravi condomini, non abbiano il tempo di scrivere il numero di targa dell’auto su cui ti trovi!
Ora sei abbastanza frastornato che rischi persino di non accorgerti più tra cosa ti stai muovendo mentre ti raccontano che in quella casa c’è un macello abusivo, e devi far attenzione a dove metti i piedi perché a terra ci sono ossa e scarti di animali di ogni specie, oppure che li, in quell’altro luogo, addestrano i cani facendo sbranare loro dei malcapitati randagi legati ad una corda.
Si è fatta sera, non hai più la forza di reagire, di scappare, le ferite iniziano a far male veramente e, mentre mangi, ti sale la rabbia, tanta rabbia e un senso enorme di impotenza! 
Quando la notte ti portano a vedere i branchi di cani buonissimi e scodinzolanti che sono ovunque, anche se li vedi rischiare la vita ogni momento, sfiorati da migliaia di macchine assolutamente incuranti del fatto che potrebbero investirli, quando vedi alcuni di loro dormire sulla paglia di un presepio allestito in una piazzetta, allo scopo di cercare un po’ di riparo…… non so per quale ragione, ti rincuori un po’. Una vista, che solo poche ore prima ti avrebbe fatto urlare, ora sembra meno peggio fino a quando, guardando tra l’erba, non vedi una macchia bianca, ti avvicini e scopri che è un cucciolone di 5, forse 6 mesi, morto avvelenato e, forse per la prima volta, senti intorno a te la disperazione perché, chi si avvicina a te, ti dice che quel cucciolo era già stato salvato una volta , che era l’ultimo di una cucciolata, uccisa tutta dalle stesse mani vigliacche e che quel Peloso, che nel frattempo, ti sta amorevolmente leccando la mano, è sua madre!
Ecco, ne sono certo, l’Inferno è qui!!
E anche in questo posto terribile, c’è un pugno di Persone che lottano, che resistono, che dedicano la loro intera vita, sacrificando affetti, divertimenti, amicizie, perché AMANO così profondamente la LORO TERRA da volerla DIVERSA!
Al cospetto del loro sacrificio e della loro forza mi sento inutile, ridicolo e mi assale il terrore che non ci riescano, che non possano combattere da soli questa guerra, che prima o dopo possano gettare la spugna e perdere questo incontro e allora, per queste anime Pelose sarebbe veramente la fine!!
Devo aiutarli, dobbiamo aiutarli tutti!!
In quale modo? Non lo so, ci sto pensando, qui le armi “convenzionali” servono a poco, perché è malato l’intero tessuto sociale, ci inventeremo qualcosa ma, nel frattempo, dobbiamo fargli sapere che noi ci siamo, che tutti noi abbiamo compreso che il loro problema è il nostro e che i loro Randagi sono I NOSTRI RANDAGI.
Un mese fa, alla fine del mio Tour, sono rientrato con la sensazione di essere stato sconfitto.
Questa volta sono tornato a casa incazzato, molto incazzato e ho fatto una promessa: IO NON LI LASCIO SOLI!! 
P.s.:da 24 ore mia moglie mi chiede di raccontarle come è andata e io le rispondo dopo, dopo…. 
Ora le farò leggere questa lettera, forse capirà.