Casa Nostra Tierhilfe - Mitgliedsantrag
Abgelegt in

Nana in Berlin

16. März 2014

Liebe Frau Schmidt,
wenn Nana schreiben könnte, würde sie sich bei ihnen für ihr neues Leben in Berlin herzlichst bedanken !!! Sie wurde sehr gut von meinen beiden Rosina und Pepito aufgenommen. Auch die Katzen haben ihr gezeigt, dass sie willkommen ist. Diese herzens Wärme hat ihr sehr dabei geholfen die anfängliche Angst schnell zu verlieren. Sie hat eine sehr stabile Meute vorgefunden und wurde sofort integriert.
Gleich in den ersten Tagen brauchte sich keine Schleppleine mehr. Sie hat sich ohne Probleme anleinen lassen und konnte lange Spaziergänge in der Stadt und auch auf freiem Gelände geniessen. Nach kurzer Zeit hielt sie das Schwänzchen oben und ihre Öhrchen wurden immer aufmerksamer. Passanten wurden natürlich ganz mutig  angebellt (dabei hatte sie selber grosse Angst vor denen!).
Dass das Leben nicht nur aus Spass besteht, hat sie gleich mitbekommen. Zusammen mit den anderen kommt sie täglich in die Praxis und macht die Sprechstunde mit. Neue Patienten bellt sie an, wenn sie aber die Leute schon kennt, spielt sie Empfangsdame. Sie ist sehr beliebt. Ein Patient kommt regelmässig nur um Nana zu besuchen und ihre Fortschritte zu bewundern.
Nach zwei Wochen konnte Nana zum ersten Mal ohne Leine durch die Felder spazierengehen. Das war ein sehr schönes Erlebnis für alle. Zum ersten Mal konnte die Meute hin-und-her rennen, ohne die lästige Strippe dazwischen. Als es etwas dunkel wurde, machte ich alle Leuchthalsbänder an, Da marschierte Nana ganz stolz weiter mit ihren roten Lichtern um ihren Hals !!!
Auch Autofahren liebt sie sehr und das nicht nur in Berlin !!!  Wir haben schon zwei Mal meine Freundin in Krefeld besucht. Wir waren ein paar Mal in den polnischen Wäldern spazieren, Nur am See waren wir noch nicht, Nana durfte wegen der Kastrationswunde nicht nass werden, Da Pepito der beste Schwimmer ist, hoffe ich, dass sie es ihm nachmacht.
Radfahren muss sie schon gekannt heben. Sie hat keine Angst davor  und trabt ganz munter nebenher. Mit dem Fotoapparat muss sie schon schlechte Erfahrung gemacht haben, Nana zu fotografieren, ist eine halbe Doktorarbeit !!! Man kann sich verstecken wie man will, sie ahnt es und dreht sich von der Kamera weg !!! Wenn man sie irgendwie doch erwischt, macht sie so ein Fotogesicht, dass sie doch alles verdirbt !!! Es ist sehr schade, sie hat so ein hübsches Gesicht und so ein schönes Rosanäschen !!!
Nana hat auch ihre steinfesten Prinzipien !!! Sie schont sehr die Umwelt. Wir gehen stundenlang spazieren. Sie hält ihre Nase so intensiv auf dem Boden, dass man denken könnte, sie sei von der Kriminalpolizei und auf Spurensuche !!! Dann kommen wir  endlich nach Hause und sie enleert gründlich ihre Blase !!! Sie hat dabei nichtal ein schlechtes Gewissen !!! Wenn Rosina sie dabei erwischt, knurrt sie Nana an. Es bleibt die Hoffnung, dass sie Rosinas Sprache besser als meine versteht. Mal sehen …
Morgen Sonntag gehen wir alle auf den Teufelsberg. Da wird Nana zum ersten Mal klettern müssen. Der Boden dort muss für Hundenasen sehr interessant sein,. Da leben sehr viele Wildschweine, die sich aber zum Glück am Tage nicht blicken lassen !!!
Zum Schluss ein paar Zeilen über Lupa. Sie hat die kastration blendend überstanden und bekommt langsam etwas mehr Muskulatur. Sie hatte Kalziummangel, was schon zu einer Fehlstellung der Vorderpfoten geführt hatte. Nach Kalziumzufuhr werden sie jetzt besser, und sie läuft stabiler. Sie ist eine ganz verschmuste hübsche Hündin. Noch haben wir keinen Interessenten für sie, aber sie kann noch lange bei der Pflegestelle bleiben.
Liebe Grüsse aus Berlin und viel Spass an den Fotos,
Marta Lista
2014-03-12-4310_1 2014-03-08-4280_1 2014-03-04-4493_2 2014-03-08-4279_1 2014-03-12-4304_1 2014-02-17-4221_1 2014-03-04-4253_1