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Ein schlimmer Tag für Petra

Den heutigen Tag wird Petra nicht so bald vergessen. Im Programm war die Operation von Jerry, aber wie so oft, kommt alles anders als es geplant ist.

Gianna kam heute früh ganz verstört bei Petra an. Sie hatte einen Schäferhund auf dem Müllplatz gesehen, der eine Kette um den Hals hatte. Also fuhren beide hoch und fingen ihn ein. Erst mal im Auto untergebracht, konnten sie ihn richtig anschauen. Er hatte die Kette nicht um den Hals, sondern im Hals! Total verwachsen! Im Auto wurde er wild und nachdem er das Gitter im Kofferraum zerlegt hatte, setzte er sich Zähne bleckend auf den Beifahrersitz. Also blieb Petra nichts anderes übrig als Gianna rauszulassen und weiterzufahren bis zum Tierarzt. Dort konnte sie den Hund nicht rausholen, denn wo sollte sie ihn packen? Also setzte sich der Tierarzt auf den Fahrersitz und während Petra von aussen versuchte ihn abzulenken, verabreichte der TA ihm eine Anästesie. Als er dann eingeschlafen war, konnten sie ihn rausheben und für die OP vorbereiten. 

Zwei Stunden lang schnitten sie die Kette Stück für Stück aus dem Fleisch! Das Fleisch war faul, schwarz und voll Eiter. Auch in der Kette hing das verweste Fleisch! Es gingen Meter Nähfaden drauf und Liter Desinfektionsmittel.

Der Arme scheint es überstanden zu haben. Er ist jetzt allein in einem abgelegenen Gehege unter Kontrolle.

Die Kastration konnte heute natürlich nicht vorgenommen werden. Wenn er sich erholt hat, muss er halt noch einmal unter Anästesie gesetzt werden, dann aber nicht im Auto!

Bilder und Näheres über Wolfs Entwicklung können Sie unter Zuhause gesucht finden.

Es war aber noch nicht Schluss.

Petra holte dann Jerry und er wurde operiert, wie nach Programm. Da war es inzwischen 13.oo Uhr, als eine Frau mit einem kleinen Yorkshire Mädchen, hochschwanger, hereinplatzte.

Die Kleine war mehr tot als lebendig. Nach kurzer Erklärung, die Hündin wurde von einem grossen Hund gedeckt, ging die dritte OP los. Der TA mit Petras Hilfe holte den toten riesengrossen Welpen, der schon nach Verwesung roch, aus dem Bäuchlein der Mutter. Wenn die Kleine das überlebt, ist ein Wunder! Man kann nur hoffen, dass in Zukunft das ignorante Frauchen dieses Tierchens besser Acht gibt!

Auf jeden Fall war Petra um 15.30 Uhr total ko endlich daheim. Wenn sie so weitermacht, kann sie bald selbst operieren.