Casa Nostra Tierhilfe - Mitgliedsantrag
Abgelegt in

Dharma

22. Mai 2014

Das ist die Geschichte von Dharma, einem kleinen Welpen der frisch geboren in einer Mülltüte entsorgt wurde und Debora, einer Tierschützerin, die in Kalabrien wohnt und die alles getan hat, um Dharma zu retten.
Ihr Foto und die dazugehörige Geschichte haben sehr viele Menschen berührt, da sie etwas, das unsagbar schwierig zu erklären ist, nämlich das Gefühl, mit allen Mitteln um ein Leben zu kämpfen und doch am Ende zu verlieren, so gut vermitteln.
Danke, Debora, dass wir Deine Geschichte teilen dürfen!
Ich heiße Dharma und dies ist meine letzte Erinnerung.
Sie haben einen Knoten gelöst und ich bin rausgerutscht, aus einer weißen Plastiktüte und mit mir die Nabelschnur, die Plazenta und der Dottersack. Als würde ich das erste Mal auf die Welt kommen. Es war kalt und um mich herum war es voll von anderen Tüten gleich meiner. Vielleicht zukünftige Mütter von anderen Geschwisterchen!
Wenige Stunden später haben Hände mich aufgewärmt.
Die Hände, die mich geschützt haben, haben die gleiche Form wie die Hände, die versucht haben, zu töten. Was ist das für eine Logik in Eurer Welt?
Ihr zerstört und ihr heilt, alles mit den gleichen Werkzeugen.
Ich heiße Dharma und für die Zeit, die ich gelebt habe, hatte ich eine andere Mama. Sie hat mir ihre Pullover geschenkt und ich habe nie mehr gefroren. Nachts, wie tagsüber, wärmte sie meine Milch auf, oftmals gähnend, aber immer bereit mit ihren tausend Küssen, die Tag für Tag versuchten eine Leere zu füllen, die mir sehr zu schaffen machte.
Ich muss wirklich etwas Besonderes gewesen sein!
Ich habe gekämpft und es ist nicht immer einfach gewesen. Ich bin verschwunden zwischen Schläuchen und Infusionen. Aber ich hatte ihren Schal und ich wusste, dass sie mich nach der Therapie nach Hause zurückgebracht hätte.
Bald wäre ich für immer gegangen. Sie wusste es, aber ich brauchte mich nicht zu fürchten. Weil sie immer da war, um mir noch weitere tausend Küsse zu geben… und um mir einen Mut zu demonstrieren, der die Hände, die beschlossen hatten, dass ich nur auf die Welt kommen sollte, um einen Moment später zu sterben, ignorierte.
Sie hatte es verstanden… und in genau dem Moment, in dem sie realisierte, dass dies die letzte Erinnerung sein würde, liefen feuchte Tropfen ihr Gesicht runter… es waren ihre letzten tausend Küsse…
Und sie waren nicht bloß für mich…
Jeder Tropfen trug einen Namen, den sie im Herzen trug. Die tausend Küsse, die sie nicht mehr würde verschenken können oder die sie gar nicht erst hatte geben können. Der Schmerz zu stark, um noch weiteres Leid aushalten zu können.
Wenig später bin ich eingeschlafen und sie ist dort geblieben. Die Tränen waren getrocknet und mein Atem ging schwach. Für einen Moment haben wir zusammen geatmet, dann bin ich für immer gegangen.
Ich habe ein bisschen Licht von ihr geklaut. Das werde ich brauchen, um mich an meine Zeit auf dieser Welt zu erinnern. Dieses Licht, das, da bin ich mir sicher, auch sie sehr bald in ihren Erinnerungen wiederfinden wird. In ihren tausenden verschenkten Küssen. In denen, die sie noch verschenken wird. In den feuchten Tropfen, die mich begleitet haben.
Es war eine Ehre, zusammen zu atmen.
Sie war nicht meine Mama.
Ich war nicht ihr Junges.
Wir waren die Erwartung von tausend Küssen.
Die Erinnerung des Schmerzes von jemandem, der nicht unter dem Hass zusammenbricht, sondern sich in der Hoffnung an ein bisschen Licht, um sich nicht zu verlieren, ergeht.
Ich war nicht ihr Junges, aber ich bin sicher, dass ich sehr viel mehr war.
DHARMA.

Mi chiamo Dharma e questo è il mio ultimo ricordo.
Hanno sciolto un nodo e sono scivolata fuori da una busta di plastica bianca, portandomi dietro il cordone, la placenta e il sacco vitellino. Come fosse la mia prima volta al mondo. Faceva freddo e tutto intorno era pieno di altre buste uguali alla mia. Forse future mamme di altri miei fratelli!
Poche ore dopo delle mani mi hanno riscaldata.
Le mani che mi hanno protetto hanno la stessa forma delle mani che mi hanno tentato di uccidere. Cosa c’è di logico nel vostro mondo?
Distruggete e riparate, con le armi di una stessa specie.
Mi chiamo Dharma e per il tempo che ho vissuto ho avuto un’altra mamma. Mi ha regalato i suoi maglioni e non ho mai più avuto freddo. Di notte era puntuale come di giorno e riscaldava il mio latte, spesso sbadigliando, ma sempre pronta con i suoi mille baci, che giorno dopo giorno hanno provato a colmare un’assenza che tanto mi pesava.
Dovevo essere davvero speciale!
Ho lottato e non è stato semplice. Scomparivo tra tubicini e flebo. Ma avevo la sua sciarpa e sapevo che dopo la terapia mi avrebbe riportato a casa.
Presto me ne sarei andata per sempre. Lei lo sapeva, ma non dovevo aver paura. Perché lei era sempre lì, per darmi altri mille baci ancora…mostrandomi il coraggio che ignoravano le mani che avevano deciso che io dovessi nascere solo per poi morire un attimo dopo.
Lei lo aveva capito…e nel momento esatto in cui ha realizzato che quello sarebbe stato l’ultimo ricordo delle gocce umide hanno iniziato a rigarle il volto…erano i suoi ultimi mille baci…
E non erano solo per me…
Ogni goccia portava un nome che le riempiva il cuore. I mille baci che non avrebbe più potuto regalare o che non avrebbe mai dato. Il dolore troppo forte per reggere altra sofferenza ancora.
Poco dopo mi sono addormentata e lei è rimasta lì, le lacrime si erano asciugate e il mio respiro era lieve. Per un attimo abbiamo respirato insieme, poi me ne sono andata per sempre.
Le ho rubato un po’ di luce che mi servirà per ricordare il mio passaggio su questa terra. Quella luce che sono sicura anche lei ritroverà presto nei suoi ricordi. Nei suoi mille baci regalati. In quelli che regalerà. Nelle gocce umide che mi hanno accompagnata.
E’ stato un onore respirare insieme.
Lei non era la mia mamma.
Io non era la sua cucciola.
Eravamo l’attesa di mille baci.
Il ricordo del dolore di chi non crolla sotto l’odio, ma si lascia andare alla speranza di un po’ di luce per non perdersi.
Io non ero la sua cucciola, ma sono sicura di essere stata molto di più.

DHARMA.

Dharma