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Atena in Deutschland


Atena – in Deutschland (Alter: 1)

Rasse: Mischlingswelpe

Kurzinfo: Eine der Januarbabies 2010

Beschreibung:16. Januar 2010

Vor genau einer Woche hat die Stadtpolizei von Biancavilla eine Schachtel gefunden.  Darin waren neun kleine Welpen. Sie haben uns gebeten sie aufzunehmen, denn im Tierheim hätten sie sicher keine Überlebungschance. Ein Würmchen ist schon am Sonntag über die Regenbogenbrücke gegangen. Es war ein ganz  kleines schwaches Tierchen.

Die anderen acht haben wir  uns aufgeteilt und es geht rund, Fläschchen, Bauchmassage, trocken legen,…..

11. Februar 2010

Atena ist jetzt 6 Wochen alt. Ende März kann sie ausreisen.

20. Mai 2010

Atena ist nun in Deutschland bei Stefan und wartet auf ihre Familie.

20. Mai 2010

Atena ist nun in Deutschland bei Stefan und wartet auf ihre Familie.

28. Juli 2010

Atena und ihr Frauchen haben sich gefunden!

6. August 2010

Hallo Stefan,
jetzt ist Athena seit einer Woche in Spiesen und ich will mir jetzt einfach einmal die Zeit nehmen, um zu berichten, wenn auch noch nicht mit Fotos. Die wurden von Kunden geschossen, sind mir aber noch nicht zugemailt worden.
Athena hat eine sehr aufregende Woche erlebt. Schon am Mittwoch, als ich ja noch unterwegs war, begannen hier die Arbeiten fürs Gemeindefest (auf unserem Hof). Auch am nächsten Tag kamen Leute, um weiterzuarbeiten. Athena knurrte sie erst an und traute sich nicht näher zu kommen. Leider ignorierten manche meine Aufforderung, sie zunächst einmal ganz in Ruhe zu lassen und es ihr zu überlassen, ob und wie schnell sie näher kommen möchte. Aber sie hatte unser Haus schnell als Refugium erkannt, in das sie sich jederzeit zurückziehen konnte. So zog sie es vor, sich vor die Haustür zu setzen, und dem ganzen Treiben einfach zuzuschauen. Vereinzelt nahm sie Kontakt auf, sehr vorsichtig und behutsam, und ließ sich dann auch streicheln, was bei den Personen der Vergabe einer Vertrauensmedaille gleichkam. Beim Spaziergang im Wald ging ich nur den kleinsten Rundgang, weil alles sehr neu war und sie sich viel Zeit zum Schnuppern nahm. Spaziergänger auch ohne Hund wurden angeknurrt. Am Freitag, war sie gegenüber den Personen auf dem Grundstück schon aufgeschlossener und auch im Wald ließ sie sich mit Käselutschen während andere Spaziergänger und Hunde vorbeigingen ablenken. Befreundete Kunden, die natürlich schon neugierig waren und mich besuchten (ohne Hunde!!) waren so behutsam, dass Athena sich genussvoll von ihnen steicheln ließ und richtig freudig auf den Kontakt reagierte.
Samstag war großes Treiben im Hof, Tischgarnituren aufstellen, Stände fertig machen usw. Athena begrüßte jetzt die Leute schon deutlich schneller, knurrte ganz selten und wenn sie im Haus verschwand, kam sie sofort wieder heraus, weil sie ist ja neugierig und könnte ja etwas verpassen.
Am Nachmittag nahm ich sie mit in eine Hundegruppe, in der alle Hunde angeleint sind und wir verlegten die Gruppe in den Wald. Sie fand insbesondere eine Kangalhündin sehr nett, während ihr eine Pudelhündin sehr suspekt war. Also hielten wir zu dieser Hündin Abstand. Sie war aber deutlich gelassener als bei den vorigen Spaziergängen im Wald und fand die Übungen wie über Baumstämme balancieren oder sich auf einem Baumstumpf setzen ganz witzig. Als wir heimkamen waren schon die ersten Gäste des Festes da und sie zog es vor, die Strategie der vergangenen Tag beizubehalten. Sich vor die Haustür setzen, dem Treiben zuzusehen und mit dem einen oder anderen Gast, der besonders freundlich zu sein schien, ein wenig zu flirten.
Vor dem Sonntag, dem Tag mit den Hauptandrang, hatte ich ein wenig Bammel. Am Vormittag war ein befreundetes Ehepaar da, (er ist Herdenschutzhundspezialist, hat drei Kangale und auch schon Bücher geschrieben) und sie waren von Athena sehr begeistert. Sie hat auch freundlich Kontakt aufgenommen – sie waren auch sehr behutsam und geduldig.
Zum Mittagessen kam eine Kundin mit einer jungen (1 1/2 Jahre)Leonbergerhündin, die meinen Rüden unheimlich geliebt hat und auch immer ausflippt, wenn sie mich sieht. Neugierig näherte sie sich auch Athena und ich war auf dem Sprung, falls es der Püppi (mein Kosename für Athena) zu viel würde. Aber sie war nach anfänglichem Zögern total begeistert und folgte der Leohündin, machte Spielaufforderung und war wie verwandelt. Plötzlich ging sie auch auf andere Menschen freundlicher zu, wie Frieda die Leohündin) und war wie verwandelt. Da ich sie nicht angeleint hatte, weil sie zum einen immer in meiner Nähe war oder mal kurz ins Haus flüchtete, beschloss sie, immer neue Leute zu besuchen und weil sie so gut drauf war, auch an ihnen hochzusteigen – richtig fröhlich und vorwitzig. Erst als sie mich veräppelte und immer wieder um die Salattheke herumstrich und wenn ich sie an einer Seite vertrieben hatte, an der anderen Seite wieder auftauchte, musste ich sie anleinen, weil manche Leute Hunde beim Salat nicht so mögen.
Aber auch das Anleinen ist kein Thema mehr. Und sie geht super!!! gut an der Leine. Gar kein Ziehen und sie spürt schon vorher, wann die Leine zu ende ist und bleibt dann stehen und wartet. Ohne irgendwelche Erziehung, einfach aus sich heraus. (Zugegebenermaßen ziehe auch ich nicht an der Leine, sondern lasse sie schnuppern, so lange sie will)
Am Dienstag war sie erstmalig bei einem Therapiehund im Einsatz. Ich war mir nicht sicher, ob es gut wäre, aber ich hätte sie immer noch schnell heim bringen können. Es war ein Setter, der auch aus dem Tierschutz kam und Schwierigkeiten hatte, sich in unserer Zivilisation zurecht zu finden. Es stellte sich heraus, dass beide Hunde unglaublich voneinander profitierten. Sie liefen über die weite Wiese (mein Trainingsgelände ist 2300 Quadratmeter groß) und spielten miteinander. Alle hatten eine Freude ihnen zuzusehen.
Gestern war sie mit in den Junghundegruppen. Eigentlich wollte ich sie nur zu einer mitnehmen, aber sie wollte mit. Ich war etwas skeptisch, ob die jungen Wilden (ihr Alter aber temperamentvoll) nicht zuviel für sie würden. Glücklicherweise waren nur fünf Hunde da (inklusive einem Altrüden und Althündin, die bei der Erziehung helfen). Ich blieb mit Athena erst mal vor dem Tor, damit sie dem ausgelassenen Spiel zuschauen konnte. Dann wurden alle angeleint bevor ich mit Athena ins Gelände ging und Athena ableinte. Erst wurde die Althündin, dann der Altrüde abgeleint, denn der sanfte Großpudel, danach die Mischlingshündin aus Krotatien und zuletzt der temperamentvolle Labimixrüde abgeleint. Es gab auch überhaupt keine Probleme. Anfangs hielt sich Athena lieber bei den Menschen auf, aber mit der Zeit mischte sie sich immer mehr unter das Hundevolk. Da die zweite Gruppe an ihrem Anfang (Ende der jüngeren Gruppe) mit den Hunden der ersten Gruppe spielen darf, war Athena plötzlich von 6 weiteren großen Hunden umringt (darunter auch die Leohündin Frieda) und sie war mittendrin – mit ihr zwölf Hunde. Besonders ein größerer Rüde aus Griechenland hatte es ihr angetan – Gandalf. Er gab sich auch wirklich liebevoll mit ihr ab.
Heute ist mehr Ruhetag. Sie hat viel geschlafen. Auch das ist wichtig. Übrigens das Trockenfutter hat sie nie mehr angerührt, obwohl ich es ihr immer wieder angeboten hatte. Sie bekommt ein gutes Nassfutter, morgens mit Obst, mittags entweder mit Gemüse oder pures Fleisch oder puren Fisch mit Gemüse, und abends meist Nassfutter pur. Ich hatte mir bei meinem Rüden drei Malzeiten angewöhnt, damit er immer kleinere Mengen über den Tag verteilt bekommt – aus Vorsicht vor einer Magendrehung, die bei großen Hunden oft vorkommt. Ich denke, das behalte ich auch bei Athena bei. Sie hat nichts dagegen.
Manchmal bilde ich mir ein, sie ist auch schon gewachsen. Es kann aber sein, dass ihre Körperhaltung eine andere ist, da sie tagtäglich an Selbstbewusstsein zunimmt.
So, nun hast Du nach langem Warten einmal einen ausführlichen Bericht bekommen. Sie hat soviel erlebt, wir haben zusammen viel erlebt, wir haben viel Spaß miteinander und ich bin glücklich sie bei mir zu haben.
Wenn ich Bilder habe, schicke ich sie Dir.
Liebe Grüße
Susanne und Athena

 24. August 2010

Susanne hat wieder geschrieben:

Hallo,
endlich habe ich die ersten Fotos von der Mittwochsgruppe auf meinem Trainingsgelände. Eine Kundin hat Fotos gemacht, als die Hunde im Freilauf waren. Wie man sieht, kommt Athena super gut mit den anderen Hunden zurecht und mit Menschen (die sie beginnt anzubetteln), auch mit Kindern und – wenn man auf dem einen Bild genau hinsieht, steht sie in dem roten Planschbecken, das mit Wasser gefüllt ist. Sie hat regelrecht zugeschaut, wie andere Hunde so gerne ins Wasser sprangen, dass sie jetzt auch richtig gerne ins Becken steigt und sogar mit der Nase unter Wasser geht. In Bächen oder großen Pfützen sucht sie unter Wasser nach Stöckchen oder anderem Interessantem. Vor kleinen Seen und ihrem Uferbereich hat sie noch immer Angst und geht da nicht hinein. Ich bin überzeugt, dass das auch nur eine Frage der Zeit ist. Spätestens nächstes Jahr wird sie bestimmt mit den anderen Hunden im Wasser herumplanschen.
Liebe Grüße
Susanne und Athena

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